Amazonen Haltung für Anfänger

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Die Amazonen-Papageien leben, wie der Name schon vermuten lässt, vorwiegend im Amazonasgebiet. Stark verbreitet sind sie allerdings auch im Norden Argentiniens, im Süden Mexicos und auf den Inseln der Karibik. Dabei nehmen sie die unterschiedlichsten Lebensräume in Beschlag. Besonders wichtig für Amazonen sind große Waldgebiete zur Nahrungssuche und zum Brüten.

Amazonen sind die größte Papageiengattung mit sage und schreibe 31 verschiedenen Arten, wobei 16 davon gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht sind. Grund sind die zunehmende Zerstörung von Wäldern, sowie der Fang und Handel mit ihnen. Die Amazone ist ein Papagei dessen Haltung schon von den Ureinwohnern Süd- und Mittelamerikas betrieben wurde. Seit dem 19. Jahrhundert sind diese Vögel auch in Europa als Haustiere beliebt. Drei Arten dieser Gattung möchte ich Dir hier einmal vorstellen:

Blaustirnamazone – Haltung und Pflege

Blaustirnamazonen sind nach dem Graupapagei die beliebtesten Haustiere unter den Papageien. Auch sie sind sehr gut in der Lage, menschliche Wörter nachzusprechen und andere Laute – wie zum Beispiel das Klingeln eines Handys – zu imitieren. Laut Tierschutzgesetz ist für die Blaustirnamazone keine Einzelhaltung zulässig.

Als artgerecht gilt weiterhin nur die Haltung in einer Voliere, die groß genug zum Umherfliegen ist und auch über ein Außenbereich verfügt. Da diese Vögel aber ausdauernden und intensiven Lärm am Morgen und am Abend machen, ist das mit den Außenvolieren schwierig, es sei denn man hat sehr tolerante Nachbarn.
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Im Alter von 5 bis 6 Jahren erlangen Blaustirnamazonen ihre Geschlechtsreife. Vorsicht ist in dieser Zeit geboten, die Vögel sind äußerst aggressiv und können auch den langjährigen Halter attackieren, sobald er die Voliere betritt. Die durchschnittliche Lebenserwartung dieser Amazonenart beträgt etwa 30 Jahre.

Zusätzlich zum im Handel erhältlichen Papageienfutter, benötigen die Blausstirnamazonen täglich frisches Gemüse und Obst und frisch geschnittene Zweige (am besten von Kastanien- oder Nuss oder Weidenbäumen). Einmal in der Woche solltest Du Deinen gefiederten Freund kräftig abduschen.

Gelbstirnamazone – Haltung und Pflege

Diese Vertreter der Amazonen-Gattung haben ein insgesamt grünes Gefieder und eine charakteristische gelbe Färbung auf dem Kopf die an ein ‚V‘ erinnert. In freier Wildbahn sind sie vom Westen Panamas bis in den Norden Kolumbiens anzutreffen und kommen Inseln in der Gegend des Panama-Kanals vor.

Bei der Volierengröße sollten die Maße 4m x 1,50m x 2m nicht unterschritten werden. Die Außenvoliere benötigt ein Schutzhaus. Eine Metallkonstruktion, an der die Tiere entlang klettern können, ist von Vorteil. Gelbstirnamazonen baden für ihr Leben gern, daher sollten auch genügend Plansch-Möglichkeiten zur Verfügung stehen.
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Die Gelbstirnamazonen sind nicht zu verwechseln mit den Gelbkopfamazonen, die mittlerweile seit 30 Jahren in einem Park in Stuttgart frei leben. Diese stammen aus Mexico, wo es auch Winter auch sehr kalt werden kann und überleben daher auch den süddeutschen Winter (auch wenn es hin und wieder zu abgeforenen Zehen kommt). Gelbstirnamazonen sollte man hingegen keinen Temperaturen unter 10 Grad Celsius aussetzen.

Auch hier empfiehlt sich zur Ernährung eine Körnermischung und geschnittenes Obst und Gemüse. Zweige nicht vergessen!

Venezuela Amazone – Haltung und Pflege

Diese Art gehört mit ca. 31 cm Körpergröße zu den kleineren Amazonen und ist mit geschätzten 10 Millionen Exemplaren die am meisten verbreitete. Venezuela Amazonen kommen in unterschiedlichsten Lebensräumen klar, bevölkern Sümpfe, Mangrovenwälder oder auch die Parks der Menschen. In manchen Ländern gelten sie sogar als Schädlinge, da sie die Ernte (insbesondere von Kakaoplantagen) dezimieren und werden dementsprechend gejagt.
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Venezuela Amazonen klettern gern, teilen das Badebedürfnis der Gelbstirnamazone und nagen alles an, was sie in ihre kräftigen Krallen bekommen können. Dementsprechend sollte auch die Voliere aufgebaut sein. Sie sollte aus Metall sein, alle anderen Materialien überleben nicht lange, und drinnen sollten viele Äste zum Nagen und Spielzeug zur Beschäftigung sein. Auch eine Badestelle ist unverzichtbar, das Wasser sollte regelmäßig gewechselt werden. Die Tiere mögen es auch sehr gern mit einem Zerstäuber abgeduscht zu werden.

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