Ara Papagei Haltung

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Aras gehörten zu den größten und schönsten Papageien und aufgrund ihrer enormen Größe sind sie natürlich auch am schwierigsten zu Halten. Unsere zwei Lieblingsaras seien hier einmal vorgestellt.

Hellroter Ara – Haltung & Besonderheiten

Hellrote Aras sind extrem gesellige Zeitgenossen und sind gern in Schwärmen unterwegs, die bis zu zwanzig Tiere umfassen können. Sie begeben sich in den frühen Morgenstunden zusammen auf Futtersuche und kehren erst bei Sonnenuntergang zu ihren Schlafplätzen zurück.

Revierkämpfe gibt es übrigens zwischen Aras nicht. In den Regenwäldern Lateinamerikas ist pflanzliche Nahrung nämlich im Überfluss vorhanden, daher kommt Futterneid gar nicht erst auf. Es ist beobachtet worden, dass die Jungtiere den Älteren beim Fressen den Vortritt lassen. Das hat den Hintergrund, dass die älteren Tiere erfahrener sind, wissen wo es das beste Futter gibt und wie man es sich schnappt und verarbeitet – die Jungen sehen zu, lernen daraus und fressen dann selbst.
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Dieses ausgeprägte Sozialverhalten dieser Papageien lässt natürlich eine Einzelhaltung nicht zu. Wie so viele andere Papageienarten müssen auch Hellrote Aras mindestens paarweise angeschafft werden. Aras bleiben in der Natur übrigens ein Leben lang in harmonischer Monogamie mit ihrem Partner zusammen und ein Mensch wird diesen Partner niemals ersetzen können. Fehlt der Partner, schreien die Tiere oft oder rupfen sich teilweise blutig.

Die Ara Haltung in der Wohnung ist möglich, aber nicht das Optimum. Am besten ist es, das Ara-Pärchen in einer Außenvoliere unterzubringen, wobei auch Zugang zu einem beheizbaren Innenbereich gegeben sein muss. Hellrote Aras sind tropische Temperaturen gewöhnt, daher sollte es auch im Winter für die Vögel nicht unter 12 Grad Celsius kalt sein. In manchen Gebieten ist übrigens für das Anfertigen einer Außenvoliere eine Baugenehmigung erforderlich. Also vorher beim zuständigen Bauamt nachfragen und – die lieben Nachbarn nicht vergessen. Hellrote Aras sind zu Schreien fähig, die alles zum Beben bringen können.

 

Der Hyanzinthara – durch Haltung bedroht

Diese Vögel erreichen eine Körperlänge von einem Meter und sind damit die größte Papageienart der Welt. In freier Wildbahn erreicht der Hyazinthara ein Alter von bis zu 25 Jahren, in Gefangenschaft und bei artgerechter Haltung kann er sogar 90 Jahre alt werden und damit seinen Halter locker überleben.

Sie sind sehr selten geworden, aber es gibt sie noch in der freien Natur. Der Großteil dieser kobaltblauen Riesenvögel lebt in Pantanal, einem Feuchtgebiet im brasilianischen Regenwald. Außerdem gibt es sie im westlich gelegenen Nachbarland Bolivien, wo man die aktuelle Population der Hyanzintharas auf immerhin 300 Expemplare schätzt. Einige wenige Sichtungen dieser Papageien sind auch aus Paraguay bekannt.

Seit den Achtziger Jahren nimmt der Bestand der Hyazintharas stetig ab. Viele Wilderer fangen die Vögel ein, um sie als Haustiere zu verkaufen, andere haben es auf ihr Fleisch und/oder ihre Federn abgesehen. Auch die zunehmende Abholzung des Regenwaldes in Brasilien dezimiert ihren Lebensraum und damit ihre Anzahl. Die Rote Liste der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) stuft den Hyazinthara seit 2013 als ‚gefährdet ein.
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Der Hyazinthara ist ein sehr anspruchsvoller Papagei was Pflege und Haltung angeht. Sein Platzbedarf ist enorm. Die Voliere beziehungsweise das Vogelzimmer sollte mindestens acht Meter breit, 3 Meter lang und 3 Meter hoch sein. Ob dieser Ara wirklich für eine Haltung in der Wohnung geeignet ist, hängt stark von der Größe der Wohnung ab. Ein Penthouse mit mehreren Hundert Quadratmetern und sehr hohen Decken sollte es schon sein, um dem täglichen Flugbedarf des Tieres gerecht zu werden. Die Luftfeuchtigkeit muss hoch sein, eine Temperatur von 10 Grad Celsius sollte auch keinen Fall unterschritten werden.

Als Bodenmaterialen für die Voliere oder das Vogelzimmer empfehlen sich Hobel- oder Sägespäne, Sand oder Rindenmulch. Einmal pro Woche sollte der Boden gereinigt werden. Ein Wasserbad sollte bereitstehen, ansonsten reicht es auch den Ara zu besprühen oder abzuduschen. Ach ja, Aras haben ein sehr kräftigen Schabel und nagen gerne viel, daher sollten jeden Tag frische Zweige in die Voliere gegeben werden.

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