Der Graupapagei, Haltung und Pflege

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Diese Vögel zählen neben den Wellensittichen zu den beliebtesten Vertretern ihrer Gattung und sind daher weit verbreitet. Einen Graupapagei zu halten bedeutet einen Freund fürs Leben zu haben, denn die Tiere können bei guter Pflege bi zu 60 Jahre und älter werden. Graupapageien sind unglaublich intelligent, haben ein aufgewecktes Wesen, sie quatschen viel und gerne.

 

Die Haltung von Graupapagei Alex

Die Hardvard-Professorin Irene Pepperberg zeigte an ihrem Papagei Alex, wie gelehrig diese Tiere sein können. Alex konnte 200 menschliche Wörter sprechen und über 500 verstehen. Er konnte bis sechs zählen, Farben erkennen und vieles mehr. Was die Sprachforscherin aber am meisten in Erstaunen versetzte war, dass Alex das Konzept der Null begriffen hatte. Zeigte man ihm eine Reihe von Würfeln und fragte nach einer Farbe, die nicht dabei war, antwortete Alex ‚keine‘.

Wie konnte dieser Papagei so schlau werden? Nun, Irene Pepperberg beschäftigte sich täglich 12 Stunden mit ihm. Im Training wurde Alex für alles, was er richtig machte, belohnt. Konnte er zum Beispiel das Wort ‚Papier‘ richtig aufsagen, gab sie ihm ein Stück Papier und Alex konnte es nach Herzenslust zerreißen.

Zwischen den beiden entwickelte sich eine tiefe Freundschaft und Alex zeigte, wie klug und feinfühlig Graupapageien sind und dass sie auch zu menschenähnlichen Empfindungen in der Lage sind. So zeigte sich Alex manchmal eifersüchtig, wenn sich Irene mit anderen Personen beschäftige und ihn ignorierte.

Kann ein Graupapagei in der Wohnung gehalten werden?

Den Tieren sollte soviel Platz gegönnt werden wie nur möglich. Schließlich musst Du bedenken, das Papageien in freier Wildbahn Strecken von bis zu 25 km am Stück fliegen. Die Voliere sollte laut gesetzlichen Vorgaben in Deutschland mindestens 2 Meter lang, 1 Meter breit und 1 Meter hoch sein. In Österreich sind es bei Vögeln über 25 Zentimeter Länge (und das ist bei den meisten Graupapageien der Fall) 3 Meter x 2 Meter x 2 Meter. Der Freiflug sollte darüber hinaus regelmäßig und ausgiebig ermöglicht werden.

Die Gitterstäbe sollten kräftig genug sein und sowohl senkrecht als auch waagerecht verlaufen, so dass die Papageien an ihnen gut klettern können. Eine gute Alternative zu einer Voliere bietet ein eigenes Zimmer für die Tiere. Auch ein Dachboden kann dafür genutzt werden Das hat unter anderem den Vorteil, dass man auch mal die Tür zulassen kann, denn die Graupapageien könne einen Heidenlärm machen.

Es ist in Deutschland übrigens Gesetz für alle Papageienarten und gilt natürlich auch für den Graupapagei: Einzelhaltung ist absolut verboten. Diese Vögel sind sehr gesellige Tiere, leben in der Natur in Paaren und bleiben ihrem Partner ein Leben lang treu. Gegen Abend versammeln sich die Papageien zu größeren Schwärmen und gehen gemeinsam auf Futtersuche. Es wäre daher schön, wenn Deine Graupapageien auch hin und wieder Kontakt zu anderen Vögeln haben. Es gibt hierzulande viele Graupapageienfanclubs, die das möglich machen.

Das gehört in den Futternapf

Als Futter bietet sich ein Körnermix aus Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen, Weizen, Hafer, Mais, Reis (ungekocht) und Nüssen an. Nüsse müssen immer geschält werden, da ansonsten Schimmelsporen in die Atemwege gelangen können. Außerdem mögen Papageien Bananen, Feigen, Äpfel, Weintrauben und natürlich alle Arten von Südfrüchten. Avocados hingegen vertragen sie nicht. Um Kalziummangel vorzubeugen, kannst Du Sepiaschalen oder Kalkgrittsteine zur Verfügung stellen.

So, das soll es jetzt erstmal zum Graupapagei und seiner Haltung und Pflege gewesen sein.

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